
Mit Beginn der Reise in Manaus startet auch eine Petition von Greenpeace gegen ein neues Waldgesetz in Brasilien, das den Regenwald bedroht. 1,4 Millionen Unterschriften von brasilianischen Bürgern sollen dieses Gesetz verhindern und damit die Zerstörung des brasilianischen Regenwalds beenden. Greenpeace International hat parallel dazu eine Online-Petition gestartet, an der sich Menschen aus der ganzen Welt beteiligen können.
Das Greenpeace-Schiff wird sich seinen Weg durch den Amazonas bahnen, um pünktlich zum diesjährigen Weltgipfel Rio+20 im Juni in Rio de Janeiro anzukommen. Auf dem Weg dokumentiert die Crew den Zustand des wertvollen Regenwaldes. Dabei wollen die Aktivisten zeigen, wo und in welchem Umfang Waldgebiete abgeholzt oder aber geschützt werden.

Noch immer werden große Flächen Urwald gerodet, um Platz für die Rinderzucht oder für Soja- oder Palmölplantagen zu schaffen. Wir müssen endlich handeln, um die Zerstörung des Regenwaldes aufzuhalten
, sagt Oliver Salge, Waldexperte bei Greenpeace. Nur so können wir bedrohte Tierarten retten und gleichzeitig dem Klimawandel entgegenwirken.
Der Regenwald in Brasilien ist von besonderem Wert für die Artenvielfalt, für das Klima weltweit und für das Überleben zahlreicher indigener Menschen. Deshalb ist es unabdingbar, dass internationale Unternehmen und die brasilianische Regierung ihren Verpflichtungen zum Stopp der Abholzung nachkommen. Aber auch andere Regierungen sind mitverantwortlich für den Schutz dieser Wälder. Bundeskanzlerin Angela Merkel muss den Rio+20-Gipfel nutzen, um aus ihren schönen Worten aktiven Klima- und Umweltschutz zu machen
, so Salge.
Greenpeace Brasilien feiert außerdem in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum - ein Jubiläum, das geprägt ist von vielen Jahren harter Arbeit unter schwierigsten Bedingungen. Als Reaktion auf die große Bedrohung der Wälder setzt sich Greenpeace für ein Ende der Abholzung in Brasilien bis 2015 und weltweit bis 2020 ein.