Vor der Haustür des Gegners friedlich zu demonstrieren, finden wir gut, da wir selbst dies Mittel seit über 30 Jahren wählen
, sagte Sandra Pfotenhauer, Greenpeace Forstexpertin. Doch die Aussagen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzer (AGDW), zum Beispiel wir würden heimisches Holz diskriminieren, sind falsch.
Fichten, Lärchen und Kiefern werden im Greenpeace-Ratgeber als kritische Holzarten eingestuft. Denn ohne das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) oder Naturland können sie aus den letzten europäischen Urwäldern stammen. Darüber hinaus sichert nur das FSC-Siegel dem Verbraucher zu, dass die Wälder ökologisch verträglich bewirtschaftet und soziale Mindeststandards eingehalten werden.
Dagegen lässt das von der Mehrheit der deutschen Waldbesitzer bevorzugte PEFC-Siegel (Plan European Forest Certification) nicht erkennen, ob das Holz aus Deutschland oder aus Urwald zerstörenden Ländern stammt. Urwaldzerstörer wie Malaysia, Kanada und USA sind Mitglieder des Schein-Siegel PEFC. Den Vorwurf der Verbraucher-Verwirrung geben wir gern zurück
, sagt Sandra Pfotenhauer.
Mit dem PEFC-Siegel umgehen deutsche Forstbetriebe die hohen Anforderungen des FSC und Naturlands. Wer den Wäldern weltweit eine Zukunft geben will, der muss auf ökologisch und sozial gerechte Waldwirtschaft setzen
, fordert Pfotenhauer. Nur das sichert langfristig die Arbeitsplätze. Und bewusst informierte Verbraucher sind der Schlüssel zum Erfolg.