
Nestlé hatte erst anlässlich seiner Jahreshauptversammlung im April zugesichert, sich für einen sofortigen Stopp der Regenwaldabholzung einzusetzen. Große Worte, denen bisher keine Taten folgten, denn Nestlé steht weiterhin in Verbindung mit dem berüchtigten indonesischen Palmölproduzenten Sinar Mas. Dieser Klima-Schmutzfink wandelt im großen Stil hoch schützenswerte Waldflächen und Torfmoore in Plantagen um und setzt damit enorme Mengen an Treibhausgas frei. Hinzu kommen mafiaähnliche Methoden: Korruption, Landkonflikte und die Zerstörung von Orang-Utan-Gebieten sind an der Tagesordnung.
Nach Greenpeace-Protesten hatte Nestlé die direkten Verträge mit Sinar Mas gekündigt. Für die europäischen Nestlé-Zentralen ändert sich dadurch nichts, denn: Direkte Verträge bestanden nur zwischen Sinar Mas und Nestlé Indonesien. Über Zwischenhändler kann Sinar Mas-Palmöl weiterhin in Nestlé-Produkte wie KitKat fließen. Nestlé muss statt schöner Worte jetzt Druck auf seine Zwischenhändler ausüben oder sich von ihnen verabschieden
, fordert Corinna Hölzel, Waldexpertin bei Greenpeace. Nestlé übernimmt jedoch keine Verantwortung und beteuert weiterhin, bei einem jährlichen Palmölverbrauch von 320.000 Tonnen(!), selbst nur wenig Palmöl zu verwenden.
Mit der heutigen Neu-Etikettierung der Schokoriegel machen die Greenpeace-Gruppen deutschlandweit Kitkat-Fans auf die Mitwirkung Nestlés an der Regenwaldzerstörung und Bedrohung der Orang-Utans aufmerksam.
Nestlé muss dafür sorgen, dass kein Palmöl aus Urwaldzerstörung in seinen Produkten Verwendung findet!