
Die BaySF stellt folgende Punkte falsch dar, die wir im Folgenden richtig stellen:
Zitat aus der Presseinformation der BaySF: Der betreffende Bestand ist nicht – wie Greenpeace behauptet – ein Klasse-1-Wald (nach der unternehmensinternen naturschutzfachlichen Einteilung), sondern gehört der Klasse 2 an. Deshalb findet dort eine reguläre Forstwirtschaft statt […]
Oliver Salge, Greenpeace: Forstkarten aus dem Jahr 1992 zeigen eindeutig, dass der Bestand heute circa 183 Jahre alt sein muss (Karte) . Zudem enthält das Waldstück mehr als 80 Prozent Buchen. Daher muss der Wald in der Abteilung Röhrweg als ein sogenannter Klasse-1-Wald eingeordnet und von Fällungen ausgenommen werden. Forstminister Helmut Brunner (CSU) hatte im Juni diesen Jahres einen Einschlagstopp für alle 180 Jahre alte Wälder Bayerns verkündet.
Zitat aus der Presseinformation der BaySF: Die Verantwortlichen der Hamburger Umweltgruppe Greenpeace haben am heutigen Freitag Aktivisten in eine abgesperrte laufende Holzerntemaßnahme geschickt – und damit in akute Lebensgefahr gebracht.
Oliver Salge, Greenpeace: Akute Lebensgefahr besteht durch die vom Vorstandsvorsitzenden der BaySF, Dr. Rudolf Freidhager, angeordnete Vernichtung der letzten alten Buchenlaubmischwälder in der Tat: Für die zahlreichen Arten, die auf die alten Bäume als Lebensraum angewiesen sind.
Das Waldgebiet war entgegen den Angaben der BaySF weder abgesperrt, noch war irgendein Anwesender in akuter Lebensgefahr. Die Waldarbeiter stellten ihre Arbeit nach dem Sichten der Umweltschützer ein und zogen sich zurück. Die Umweltschützer waren zudem mit Warnwesten und Helmen bekleidet.
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) muss sich nun der Sache annehmen und die alten Wälder Bayerns vor den Bayerischen Staatsforsten schützen.“