
Stimmberechtigt waren auf der gestrigen Ausschusssitzung 18 Kongressabgeordnete. Anwesend waren aber auch Vertreter der Agrarlobby und es saßen Greenpeace-Aktivisten im Publikum. Einige Aktivisten entrollten während der Sitzung ein Banner bevor sie von den Sicherheitskräften aus dem Saal verwiesen wurden. Ihre Botschaft war deutlich: Wählt nicht für die, die den Wald zerstören. Doch leider stimmten 13 Abgeordnete für die Reform des Waldgesetzes und nur fünf dagegen.
Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen
, sagt Andrea Cederquist. Das Gesetz muss nun im Kongress verhandelt werden.
Das Thema ist derzeit politisch besonders brisant, weil im Oktober in Brasilien Präsidentschaftswahlen stattfinden.
Die Gesetzesreform, befürchtet Cederquist, würde Brasiliens auf dem Klimagipfel in Kopenhagen gemachte Zusagen zunichte machen. Lula hatte zugesagt, die CO2-Emissionen seines Landes bis 2020 um 38,9 Prozent - und damit 21 Milliarden Tonnen - zu reduzieren.