
Die Fakten sind eindeutig: Wir leben über unsere Verhältnisse! Unser ökologischer Footprint, der symbolische Fußabdruck, den unser Lebensstil auf der Erde hinterlässt, ist zerstörerisch. Wir bräuchten zwei bis zweieinhalb Planeten von der Qualität der Erde, wenn alle Menschen so viel konsumieren würden wie wir in Deutschland. CO2 und Müll können nicht in dem Tempo abgebaut werden und Rohstoffe wie Holz nicht in der Geschwindigkeit nachwachsen, wie wir konsumieren.
Nur 20 Prozent der Menschen verbrauchen 80 Prozent der weltweiten Ressourcen. Um den drohenden Kollaps zu verhindern, müssen wir weniger und anders konsumieren. Am Buy Nothing Day gehen weltweit Menschen auf die Straße, um sich für mehr Gerechtigkeit und Umweltschutz beim Konsum einzusetzen.
Die Idee für diesen Konsumfastentag hatte vor fünfzehn Jahren der kanadische Künstler Ted Davies. Inzwischen hat sich der Kauf-Nix-Tag zu einem bunten globalen Phänomen zwischen Nachdenken über den eigenen Konsum, öffentlichem Happening und politischer Aktion entwickelt.
Der diesjährige Buy Nothing Day fällt in eine Zeit, in der die drohende Klimakatastrophe viele Menschen bewegt. 19 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf Haushalte und Kleinverbraucher zurück - Verkehr ausgenommen. Das ist eine Menge, heißt aber auch, dass wir durch unseren Konsum maßgeblich zur CO2-Verringerung beitragen können.
Immer mehr Menschen ist klar, dass Energiesparlampen oder Ausgleichszahlungen für CO2-Sünden nicht ausreichen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Wir müssen unseren Lebensstil verändern. Also zurück in die Steinzeit? Mitnichten, aber wir sollten darüber nachdenken, was wir kaufen. Zum Beispiel bei elektrischen Geräten auf Energieeffizienz achten oder T-Shirts kaufen, die nicht nach der dritten Wäsche allenfalls als Putzlappen zu gebrauchen sind.
Was können Sie tun?