Mit dieser Aktion will Greenpeace nicht nur ein farbliches Zeichen gegen die roten T-Shirts der Lula-Anhänger setzen. Die Forderung hat auch einen ganz aktuellen Anlass: Erst zwei Tage zuvor hatte Lula 34 Millionen Euro für den Bau des Atomkraftwerksblocks ANGRA 3 bewilligt. ANGRA 3 soll in der Bucht von Angra dos Reis, 130 Kilometer westlich von Rio de Janeiro, gebaut werden.
Es ist höchste Zeit, dass Präsident Lula einsieht, dass die Atomenergie ein Auslaufmodell ist und dass zukünftige Anstrengungen sich darauf ausrichten müssen, die erneuerbaren Energien zu fördern
, fordert Daniel Mittler, Leiter der Greenpeace-Delegation beim Weltsozialforum.
Um der Forderung weiteren Nachdruck zu verleihen, wird Lula seitdem von vier so genannten Lulinhas begleitet: Aktivisten mit Lula-Köpfen und dem Atom-Zeichen auf der Kleidung. Sein persönliches Exemplar des Greenpeace-T-Shirts hat Lula entgegen genommen. Sein Dank fiel jedoch reserviert aus, wie Marcelo Furtado von Greenpeace Brasilien berichtete.