Ein Artikel von Rahel Osterwalder

Auszeichnung von Ehrenamtlichen in Berlin

Dieses Wochenende sind in Berlin Ehrenamtliche aus ganz Deutschland ausgezeichnet worden. Der Bundespräsident Joachim Gauck lud rund 4000 Ehrenamtliche am Samstag ins Schloss Bellevue, um sie für ihr langjähriges Engagement zu ehren. Das Fest sollte ein Dankeschön an alle Freiwilligen werden, die viel Zeit und Kraft für die Gemeinschaft aufbringen. Auf der Gästeliste standen auch zehn ehrenamtliche Greenpeacer.

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Bürgersinn dieser Art wird nicht in Euro vergütet, aber er lebt von der kostbarsten Währung unserer Zeit: von gelebter Verantwortung, schreibt Gauck im Grußwort an seine geladenen Gäste. Diese stammen aus allen Bundesländern Deutschlands und engagieren sich in vielerlei Bereichen wie Sport, Kirchengemeinden, Kulturzentren, Umweltverbänden und Sozialprojekten. Im Sinne des Bundespräsidenten ist das Fest dazu da, die Ehrenamtlichen für ihr Engagement zu ehren, aber auch zu neuen Plänen zu ermutigen und sich von den Erfahrungen anderer beflügeln zu lassen.

Zehn ehrenamtliche Greenpeacer eingeladen

Die zehn eingeladenen Greenpeacer aus verschiedenen Alterszielgruppen, Geschlechtern und unterschiedlichen Projekten standen als Stellvertretung für die rund 4000 aktiven Ehrenamtlichen von Greenpeace. Mit dabei war die 19-jährige Laura Brehm aus Schwäbisch Hall, welche für die vorbildliche und engagierte Organisation einer Jugendarbeitsgruppe (JAG) ausgezeichnet wurde.

Für Laura bedeutet das ehrenamtliche Engagement viel: Ich habe das Gefühl etwas bewegen zu können und die Welt ein Stück weiter zu bringen. Während meiner Zeit in der JAG konnte ich viele junge Menschen über aktuelle Umweltprobleme und die Arbeit von Greenpeace informieren und somit persönlich einen Teil zum Schutz der Umwelt beitragen. Dabei stellte es für mich auch nie ein Problem dar, bei meiner Tätigkeit kein Geld zu verdienen. Das Gefühl etwas Gutes und Wichtiges zu tun, was einem auch noch Spaß macht, war mir immer viel mehr wert. Laura hat seit Mitte 2009 die Jugendarbeitsgruppe (JAG) in Schwäbisch Hall geleitet und absolviert zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei Greenpeace Deutschland.

Ehrenamtliche Arbeit ist wichtig für Greenpeace

Die ehrenamtliche Mitarbeit hat bei Greenpeace eine sehr hohe Bedeutung. Denn die Greenpeace-Arbeit hätte ohne Ehrenamtliche ein ganz anderes Gesicht in der Öffentlichkeit. Wir würden sehr viel weniger direkte Kommunikation in der Öffentlichkeit haben. Die Ehrenamtlichen bringen den großen Vorteil mit, dass sie auf der Straße, in der Schule, oder bei Ausstellungen und Messen Leute direkt ansprechen können. Die Chance haben wir sonst nicht, sagt Dietmar Kress, Leiter des Aktionsnetzes bei Greenpeace.

Allein im letzten Jahr haben Ehrenamtliche rund 5000 Aktivitäten in Deutschland auf die Beine gestellt. Der Umstand, dass wir so viele aktive ehrenamtliche Mitmacher haben, führt dazu, dass wir eine der höchsten Fördererzahlen aller Greenpeace-Büros weltweit haben, erläutert Kress. Deshalb kann in Deutschland ein ständiges Bewusstsein für Umwelt hoch gehalten werden.

Sie wollen sich auch ehrenamtlich engagieren?

Kinder engagieren sich in Greenteams und streiten für eine bessere Zukunft, Jugendliche organisieren sich in Jugendarbeitsgruppen und lassen ihren Ärger über die Flops der Klimapolitik heraus, im Team50plus bringen Menschen über 50 ihre Erfahrungen ein. Viele Erfolge, die Greenpeace errungen hat, wären ohne die ehrenamtlichen Greenpeace-Gruppen nicht möglich gewesen!

Wollen Sie sich auch ehrenamtlich engagieren? Hier finden Sie eine Gruppe ganz in Ihrer Nähe.

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