
Rund 60 Kilogramm Fleisch verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt im Jahr. Das sind 165 Gramm pro Tag. So viel Fleisch kann sich die Menschheit weltweit nicht leisten. Auch wenn Fleisch so billig ist wie noch nie. Während ein Arbeiter 1950 noch 3,5 Stunden für ein Kilo Schweinefleisch arbeiten musste, reichen heute gerade mal 45 Minuten.
Möglich gemacht hat dies die industrielle Massentierhaltung, inklusive aller Nebenwirkungen wie Gammelfleisch und Nikotineier. Das Grundproblem bei der Fleischproduktion liegt allerdings bereits im ungünstigen Verhältnis von Aufwand und Nutzen: Um ein Kilogramm Fleisch zu erhalten, müssen fast zehn Kilogramm Viehfutter produziert werden.
Und da der Fleischkonsum weltweit steigt, werden Jahr für Jahr riesige Flächen Wald gerodet, um beispielsweise die eiweißreiche Soja anzubauen. So weichen jedes Jahr artenreiche Wälder monotonen Weiden oder Futteräckern.
Beispiel Brasilien: In den letzten sieben Jahren hat sich die Sojaproduktion dort fast verdoppelt. In der Mehrzahl sind es verbrecherische Großgrundbesitzer, die in Brasilien insgesamt rund 50 Millionen Tonnen Sojabohnen produzieren, die dann in den Futtertrögen der Masttiere in Europa landen oder direkt im Land zu Fleisch veredelt werden.
Bei Rindern wird die Energiebilanz zudem dadurch verschlechtert, dass sie Methan ausscheiden, ein Gas, das unser Klima erheblich stärker belastet als der bekannte Klima-Killer CO2! Die Rinderzucht schadet dem Klima also gleich zweifach: durch Wälder, die verschwinden und durch Methan.
Wussten Sie schon?
Rund 1,3 Milliarden Rinder bevölkern heute die Erde und grasen fast ein Viertel der gesamten Landfläche unseres Planeten ab.
Allein die Rinderhaltung - Waldrodung für Futtermittel und Weiden einbezogen - trägt fast so viel zum Treibhauseffekt bei wie der gesamte Autoverkehr.
Ein Mastbetrieb mit 10.000 Tieren produziert an einem Tag so viel Abfall wie eine Stadt mit 110.000 Einwohnern
Was können Sie tun?