
Vor allem Jugendliche mit höherer Schulbildung sehen in der globalen Erwärmung das derzeit größte Umweltproblem. Die Umfrage attestiert den Jugendlichen zudem ein weitaus größeres Umweltbewusstsein als landläufig angenommen. Für nur knapp fünf Prozent der Jugendlichen hat das Thema Umweltschutz keinerlei Bedeutung. Dahingegen empfinden 61 Prozent die im Schulunterricht aufgewendete Zeit zum Thema Umweltschutz als unzureichend. Für die Studie befragte Emnid im September 2005 insgesamt 348 Jugendliche und junge Erwachsene, 89 Prozent im Alter zwischen 14 und 19 Jahren und 11 Prozent zwischen 20 und 29 Jahren.
Trotz Unklarheit über die tatsächliche Menge Asbest an Bord des Flugzeugträgers Clémenceau trat das ausrangierte französische Kriegsschiff am Sonntag seine Reise in indische Gewässer an. Fünf Schlepper zogen es aus dem französischen Hafen Toulon hinaus aufs Meer. Am Montag folgte anschließend auf hoher See die Übergabe an einen holländischen Hochseeschlepper. Wenn es nach den französischen Behörden geht, soll das Schiff in etwa zwei Monaten in Alang an der Westküste Indiens im größten Schiffsfriedhof der Welt verschrottet werden.

Die französische Regierung hatte sich zwar einer gerichtlichen Anordnung gefügt und das Schiff bereits von Asbest befreit. Die Angaben über die an Bord verbliebendene Menge Asbest schwanken jedoch zwischen 22 Tonnen, wie die französischen Behörden behaupten, und 500-1000 Tonnen, nach einer Einschätzung des an der Asbestentfernung beteiligten französischen Unternehmens Technopure. Greenpeace und andere Umweltschutzorganisationen beklagen den mangelnden Schutz der indischen Arbeiter vor dem krebserregenden Stoff. Sie müssen diesen meist ohne jeglichen Schutz mit bloßen Händen entfernen.
Mit großer Sorge reagierten in Russland verschiedene Organisationen auf das am 27. Dezember letzten Jahres vom russischen Föderationsrat verabschiedete Gesetz zur Regulierung so genannter Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Um in Kraft zu treten, bedarf das Gesetz nun lediglich noch einer Unterschrift von Präsident Putin. Nach internationalen Protesten wurde das Gesetz im Vorfeld bereits abgemildert. Dennoch unterwirft es NGOs einem derzeit noch zu gründenden staatlichen Kontrollorgan, das in letzter Instanz sogar die Auflösung unbequemer Organisationen veranlassen kann.
Greenpeace und andere Organisationen befürchten im Zuge des Gesetzes neben der zu erwartenden Gefährdung demokratischer Strukturen in Russland auch weitreichende Einschränkungen ihrer Arbeitsbedingungen. Das Gesetz macht es vor allem mit ausländischen Geldern finanzierten Organisationen schwerer, in Russland politisch Einfluss zu nehmen.