
Putins Entscheidung ist ein gutes Zeichen für die künftige Umweltentwicklung in Russland. Sie zeigt, dass die Demonstrationen erfolgreich waren. Ein großer Sieg für uns
, sagte Andrej Petrow, Umweltexperte von Greenpeace.
Nach ersten Entwürfen war geplant, die Pipeline nur 800 Meter entfernt vom Nordufer des Baikalsees zu bauen. Wissenschaftler und Experten sahen in dieser Route eine große mögliche Gefahr für den Baikalsee
. Die Leitung hätte durch ein seismisch aktives Gebiet mit extremen Klima- und Umweltbedingungen geführt. Aufgrund dessen wäre der Austritt von Öl nicht auszuschließen gewesen. Die Erhaltung des ältesten und größten Frischwassersees der Erde wäre somit gefährdet gewesen.
Der massive Druck der Öffentlichkeit hat die russische Regierung endlich dazu bewogen, die geplante Route zu verlegen. Zahlreiche Protestaktionen gegen den Bau der Pipeline spiegelten in den letzten Tagen die Sorge der russischen Bevölkerung. Über 100.000 Unterschriften gegen die Pipline in unmittelbarer Nähe des Baikalsees wurden in verschiedenen Regionen Russlands gesammelt. Mit Protestbriefen an die russische Regierung unterstützten auch viele Menschen aus anderen Ländern die Aktion.

Ob die staatliche Ölgesellschaft Transneft sich wirklich an die heute getroffene Entscheidung hält, wird sich noch zeigen. Greenpeace wird in Zusammenarbeit mit anderen NGOs den Bau der Pipeline verfolgen.
(Autorin: Petra Fischer)