Damit setzt sich der Trend der Jahre 2000 und 2001 fort: Jeweils in der zweiten Jahreshälfte waren in beiden Jahren mehrere hundert tote Pinguine gefunden worden. Noch 1999 waren im gesamten Jahr lediglich 53 verendete Exemplare registriert worden.
Woran die Vögel sterben, ist bislang ungeklärt. Wissenschaftler der Bundesuniversität Rio Grande do Sul fanden lediglich heraus, dass die Tiere, normalerweise vier bis fünf Kilogramm schwer, an einem Gewichtsverlust von bis zu 50 Prozent litten. Anzeichen für eine Vergiftung oder den Tod durch Wasserverschmutzung fanden die Forscher nicht.
Ein Rätsel ist, warum die Pinguine sich in die für sie zu warmen Regionen der südbrasilianischen Küste verirren. Biologen des Zoos von Rio de Janeiro glauben, dass ungewöhnliche Kaltfronten für diese Entwicklung verantwortlich sind. Sie erzeugen kältere und stärkere Meeresströmungen, von denen die Vögel im Zuge ihrer Nahrungssuche immer weiter nach Norden getrieben werden könnten. (sit)