Nach Erkenntnissen der französischen Umweltorganisation CEDRE enthält das ausgelaufene Öl der havarierten Prestige zu mehr als einem Drittel Krebs erregende Stoffe, die die Gesundheit der Bevölkerung und der Hilfskräfte vor Ort gefährden. Der Erdölentschädigungsfonds Fipol, der durch Beiträge der Erdölunternehmen in den 74 Mitgliedsstaaten finanziert wird, hat mittlerweile angekündigt, eine Summe von maximal 155 Millionen Euro bereitzustellen. Der Versicherer des gesunkenen Tankers soll weitere 25 Millionen Euro aufbringen.
Unterdessen werden immer neue Ölteppiche an die Strände der galicischen Küste gespült, doch schlechte Wetterverhältnisse mit Sturmböen und meterhohen Wellen machen die Säuberungsarbeiten nahezu unmöglich. Auch das französische Spezial-U-Boot Nautile muss auf eine Wetterverbesserung hoffen, um weitere Lecks am Wrack des Tankers in 3600 Metern Tiefe schließen zu können.
(dst)