01.08.2008
Ölfirmen verschmutzen die Nordsee im katastrophalen Ausmaß beim alltäglichen Betrieb ihrer Ölplattformen. Das ist das Ergebnis eines Greenpeace-Beobachtungsfluges entlang der dänischen, norwegischen und englischen Küsten. Bei den 75 überflogenen Förder- und Bohrplattformen haben Greenpeace-Experten große Ölteppiche entdeckt. Jedes Jahr gelangen tausende Tonnen Öl in das Meer. Die schleichende Ölverseuchung, die von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen und von der Politik hingenommen wird, schädigt die Meeresumwelt so stark wie ein großes Tankerunglück.
08.02.2006
Greenpeace schätzt, dass der Rohöltanker Flawless, der im Verdacht steht die Ölpest in der Ostsee ausgelöst zu haben, morgen oder übermorgen Port Said am Mittelmeer erreichen wird. Dort muss nach Meinung der Umweltschutzorganisation auf jeden Fall das so genannte Öltagebuch des Schiffes überprüft werden. Nur dann können die Behörden feststellen, ob das Schiff die Katastrophe vor der estnischen Küste Ende Januar ausgelöst hat, in dem es unerlaubt Öl ins Meer gepumpt hat. Weit über 10.000 Vögel sind nach ersten Schätzungen bereits gestorben.
19.06.2005
Die Wasserkanonen hören plötzlich auf zu spritzen, hinter den Fontänen kommt die Ölverladeplattform Brent Spar zum Stehen. Shell gibt bekannt, die Plattform nicht in der Tiefsee zu versenken, die Schlepper drehen ab. Das ist genau zehn Jahre her. Nach sieben Wochen heftiger Auseinandersetzungen in der Nordsee, Verbraucher-Protesten ungeahnten Ausmaßes und massiver Unterstützung durch Politiker gab der Ölkonzern am 20. Juni auf: Shell verzichtete darauf, die 15.000 Tonnen schwere ausgediente Stahlplattform in den Nordost-Atlantik zu schleppen und zu versenken. Die Brent Spar wurde an Land zerlegt, heute dienen ihre Teile als Kaianlage bei Mekjarvik/Norwegen.