
Ein neues Leck in einem der Tanks wurde von der Arbeitern ausgeschlossen. Taucher sollen einen Tank kontrolliert haben und dieser weise keine Anzeichen auf ein Leck auf. Bei den fünf bis zehn Tonnen Öl, die entwichen sind, könnte es sich aber um Schweröl handeln, das direkt bei dem Unfall in den Rumpf gelangt ist.
Bislang wurden nach Angaben der staatlichen Schiffahrts- und Meeresschutzberhörde (MNZ) rund 480 Tonnen Schweröl abgepumpt, circa 350 bis 400 Tonnen sind bereits ins Meer geflossen. 900 bis 1000 Tonnen Schweröl vermuten die Experten noch an Bord der Rena.
Trotz der Fortschritte, die die Rettungsteams am havarierten Containerschiff machen, ist die Eile groß. Denn noch immer droht die Rena auseinanderzubrechen. Der Riss an der Seite des Schiffes sieht bedrohlich aus. Auch Behörden sagen, die Wahrscheinlichkeit, dass das Schiff in zwei Teile zerbreche, sei sehr hoch. Träte dieser Fall ein, könnte auch die restliche Menge Öl ins Meer fließen und die schlimmste Umweltkatastrophe Neuseelands seit Jahrzehnten auslösen.

Immer mehr Ölklumpen werden an die Strände gespült. Tiere verenden durch das Öl, zahlreiche Wale und Delphine, die in der Bucht von Mount Maunghani oft kalben, sind bedroht. Allein 1.300 Möwen sollen bislang an den Folgen des Schiffsunglücks gestorben sein.
Das 21 Jahre alte Containerschiff Rena ist am Mittwoch, 5. Oktober, auf das Astrolabe Reef aufgelaufen, das sich rund sieben Kilometer nördlich des Motiti Island befindet. Das 236 Meter lange Schiff hatte rund 1.700 Tonnen Schweröl an Bord. In einigen Containern soll sich zudem die giftige Substanz Alkylsulfonsäure befinden. Ein Container mit der Säure ist bereits über Bord gegangen.