
Vor Ort in der Ocean-Bucht sind auch zwei Ölbekämpfungsschiffe, um auf einen möglichen Unfall reagieren zu können. Auf der "Kulluk" befinden sich eine halbe Million Liter Diesel und 45.000 Liter Schmieröl. Heikel: Die Kiliuda Bucht, in der die Plattform zunächst in Sicherheit gebracht werden soll, gehört teilweise zum Kodiak National-Naturschutzgebiet.
Nach Shells Plänen soll die "Kulluk" in diesem Jahr in der Arktis nach Öl bohren. Greenpeace Arktis-Experte Ben Ayliffe fordert US-Präsident Obama zu entschiedenem Eingreifen aus: "Es ist allzu offensichtlich, dass es unmöglich ist, in der Arktis sicher nach Öl zu bohren. US-Präsident Obama muss einschreiten und verhindern, dass aus einem Beinahe-Unglück eine großes Umwelt-Desaster in einem der empfindlichsten Ökosysteme der Welt wird."
Es ist nicht die erste Panne in Shells 4,5 Milliarden Dollar teurem Arktis-Projekt: Im letzten Jahr war das Ölbohrschiff "Noble Discoverer" ebenfalls fast auf Grund gelaufen. Ein Notfall-System war bei Tests schwer beschädigt worden. Die "Noble Discoverer" - ebenfalls für Ölbohrungen in der Arktis vorgesehen - ist derzeit noch Gegenstand einer Untersuchung durch die US-Küstenwache.
Auf der Petitionsseite savethearctic.org sammelt Greenpeace Unterschriften für den Schutz der Arktis. Weltweit haben bereits über zwei Millionen Menschen unterzeichnet.