
Die falsche Shell-Werbung wurde aus über zehntausend Einreichungen ausgewählt, die Unterstützer auf ArcticReady.com mit Hilfe eines Online-Tools angefertigt und eingestellt haben. Mit der Seite, die zumindest auf den ersten Blick wie ein amtlicher Shell-Auftritt anmutet, wollen Greenpeace und das "Yes Lab" auf das unverantwortliche Arktis-Projekt von Shell aufmerksam machen. In wenigen Wochen will Shell vor der Küste Alaskas erste Ölbohrungen durchführen. Der Konzern setzt die Arktis dem Risiko eines Ölunfalls aus, dessen Folgen in diesem sensible Ökosystem nahezu unbeherrschbar wären.
Die Seite ArcticReady.com war und ist ein phänomenaler Erfolg: Allein in der letzten Woche ist sie von Nutzern weltweit zwei Millionen Mal besucht worden. Das Werbebanner neben einer vielbefahrenen Straße in Houston ist daher auch so etwas wie ein Dankeschön der Greenpeace-Aktivisten an die Online-Community für ihr Engagement.
Dem Adbusting von Greenpeace und dem Yes Lab steht eine Werbemaschinerie von Shell entgegen, die - ausgestattet mit einem Millionenbudget - natürlich dafür sorgen soll, dass die Deutungshoheit für das Arktis-Projekt in den Händen von Shell bleibt. Travis Nichols von Greenpeace USA erklärt in einem Blogbeitrag: Es war beeindruckend zu sehen, wie Menschen überall auf der Welt die Seite nutzen, um Shell zu sagen, dass sie die Wahrheit hinter der PR des Konzerns kennen!

Das Online-Tool, mit dem die "falschen" Shell-Werbungen erstellt werden können, kann übrigens auch weiterhin von jedermann zum kreativen Protest genutzt werden. Jeder Beitrag wird automatisch einer Galerie zugefügt. Noch sind Werbungen mit Slogans auf Deutsch dort Mangelware, aber das könnte sich ja schon bald ändern.
Setzen Sie sich auf savethearctic.org für den Schutz der Arktis ein und unterschreiben Sie unsere Petition für ein internationales Schutzgebiet.