Leiv Eirikssonzum Zweiten
Leiv Eirikssonzum Zweiten

Vom Greenpeace-Schiff Esperanza
aus hat das Team, darunter auch ein Deutscher, am vergangenen Samstag die Ölplattform bestiegen und dort Einsicht in den Notfallplan der Betreiberfirma Cairn Energy verlangt. Darin soll dokumentiert sein, wie eine Ölkatastrophe verhindert werden könne.
Doch diese Einsicht hatte ihnen der Leiter der Plattform nicht gewährt - was vermuten lässt, dass ein solcher gar nicht existiert. Sollte er existieren, sind überzeugende Argumente jedoch nicht zu erwarten. Experten warnen: Eine Ölkatastrophe wie Deepwater Horizon
könnte unter den Bedingungen des arktischen Gewässers - z.B. durch die extrem niedrigen Temperaturen - nur schwer bekämpft werden. Würde Cairn Energy den Plan veröffentlichen, würde schnell klar, dass eine Investition in die risikoreichen Offshore-Ölbohrungen nicht zu verantworten wäre.
Genau diese Veröffentlichung und eine unabhängige Prüfung des Plans wollen die Greenpeace-Aktivisten vor Ort erreichen. Um die Ölbohrarbeiten zumindest vorübergehend zu stoppen, hatten sich einige von ihnen in den Kran-Kabinen eingeschlossen. Acht Stunden später wurde die Aktion von der Polizei gestoppt, die insgesamt 18 Aktivisten wurden festgenommen und in die grönländische Hauptstadt Nuuk gebracht.
Infolge der Aktionen hat Cairn Energy Greenpeace jetzt verklagt und fordert zwei Millionen Euro für jeden weiteren Tag, an dem die Arbeiten hinausgezögert werden. Die Anklage wird am heutigen Montag an einem niederländischen Gerichtshof verhandelt.
Aktuelle Videos, Fotos und Lageberichte posten die Aktivisten vor Ort nahezu in Echtzeit über den Live Action Feed (engl.). Weitere Fotos der Ereignisse rund um die Ölplattform vor Grönland sind auf Flickr zu finden. Unterstützen können Sie die Aktion