
Daraus geht hervor, dass Shell seine Pläne für Ölbohrungen in der Arktis entgegen ihrer vollmundigen Versprechungen schlecht vorbereitet hat und hauptsächlich damit beschäftigt war, die bestehenden Mängel durch Improvisation in den Griff zu bekommen. Jetzt fordern die Greenpeace-Aktivisten, dass Präsident Obama die Konsequenzen zieht und Shell sowie allen anderen Ölkonzernen künftige Bohrungen in der Arktis untersagt.

Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, der die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Insgesamt werden etwa 90 Milliarden Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter Öl) in der Arktis vermutet. Diese Menge reicht aus, um den derzeitigen weltweiten Ölverbrauch für etwa drei Jahre zu decken. Allein vor der Küste Alaskas vermuten Experten etwa 20 Milliarden Barrel Öl.
Seit gut einem Jahr arbeiten Greenpeace-Aktivisten weltweit mit zahlreichen Aktionen gegen die Arktispläne von Shell. Gleichzeitig ruft die Organisation die Menschen weltweit auf, sich für den Arktisschutz und die Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis einzusetzen. Bis jetzt haben sich knapp drei Millionen Menschen mit ihrer Unterschrift zum Arktisschutz bekannt. Menschen, die sich für den Schutz der Arktis engagieren wollen, können im Internet unter gpurl.de/obamashell eine Petition an US-Präsident Obama unterschreiben.
(Autor: Björn Jettka)