
Um 9.30 Ortszeit ist am 2. September die Vermilion Oil Rig 380, Eigentum der US-Firma Mariner Energy, explodiert. Die Flammen sind mittlerweile gelöscht.
Nach CNN-Angaben sagt Bill Colclough, Sprecher der Küstenwache, dass über die Ursachen noch nichts bekannt sei, auch über mögliche Umweltschäden oder ausströmendes Öl wolle man sich noch nicht äußern.
Die Vermilion fördert seit 1982 in einer Tiefe von etwa 104 Metern Erdöl- und Gas. Täglich sollen etwa 1.400 Barrel Öl und mehr als 250.000 Kubikmeter Gas gefördert worden sein. Es gibt unterschiedliche Angaben darüber, ob die Plattform zur Zeit des Unfalls im Produktionsbetrieb stand. Derweil meldet die Nachrichtenagentur AP, ein erster Ölfilm sei gesichtet worden.

Die havarierte Bohrinsel Vermilion scheint bereits im September 2008 durch den Hurrickn Ike beschädigt worden zu sein. Sie wurde anschließend repariert. Aktuell braut sich ein neuer Sturm zusammen: Hurrikan Earl nimmt Kurs auf die Ostküste der USA.
Offshore Bohrungen sind generell ein hohes Risiko. Niemand weiß zur Zeit, ob dem Golf jetzt die nächste Ölpest droht. Klar ist, dass es endlich international verbindliche und hohe Sicherheitsstandards braucht. Diese müssen regelmäßig durch unabhängige Gutachter weltweit auf allen Öl-und Gasplattformen überprüft werden
, sagt Christoph von Lieven, Energie-Experte bei Greenpeace. Es wird dringend ein Fonds benötigt, der bei solchen Unfällen in der Lage ist, auch größere Schäden zu regulieren.
Greenpeace fordert einen Stopp riskanter Ölbohrungen und setzt sich weltweit für ein Ende der Abhängigkeit vom Öl ein.
Greenpeace ist auf dem Weg zur Unglücksstelle - Update folgt.