
Grundschleppnetzfischerei pflügt den Meeresboden regelrecht um. Und das in einem Gebiet, das seit vier Jahren als Schutzgebiet gemeldet ist
, sagt Iris Menn, Greenpeace-Meeresexpertin. Die Natursteine schützen das Gebiet wirkungsvoll und setzen so das Naturschutzrecht durch. Anstatt den Aktivisten jetzt unrechtmäßiges Handeln vorzuwerfen, sollte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel lieber die gesamte Fischerei im Sylter Außenriff sowie den Sand- und Kiesabbau verbieten. Nur so kann Gabriel noch glaubwürdig bleiben.
Die Greenpeace-Aktivisten bewahren mit ihrer Aktion das ökologisch besonders sensible Gebiet des Sylter Außenriffs vor der Zerstörung. Zudem helfen Natursteine beim Wiederaufbau von beschädigten Riffen. Diese Erfahrung machte auch die dänische Regierung, die ein ähnliches Projekt rund um die dänische Insel Laeso seit mehreren Jahren erfolgreich finanziert. Dort werden ebenfalls Natursteine versenkt, um ein zerstörtes Riff wieder aufzubauen.
Die Positionen der Steine werden regelmäßig den Wasserschutzdirektionen und den Fischereiverbänden mitgeteilt. Im Gebiet des Sylter Außenriffs sind große Steine auch natürlich vorhanden. Fischer wissen, wie sie mit diesen Hindernissen in einer Riffgegend umgehen müssen. Eine Gefahr geht von den Natursteinen nicht aus.
Auf unserer Seite www.greenpeace.de/schutzgebiete haben wir zum Thema Schutzgebiete und Grundschleppnetzfischerei eine Flash-Animation für Sie eingestellt.