
Dabei zerstören sie mit ihren Grundschleppnetzen den Meeresgrund. Dort befinden sich empfindliche Ökosysteme, die noch kaum erforscht sind. Für die zweite Phase der Arktis-Expedition hat die Esperanza deshalb den Tiefsee-Roboter ROV (Remote Operated Vehicle) an Bord genommen. Mit ihm können unentdeckte Wunder der Tiefsee gefilmt, aber auch die bereits fortgeschrittene Zerstörung durch die Netze dokumentiert werden. Opfer der Grundschleppnetze sind meist Kaltwasserkorallenriffe und Schwammfelder. Da sie der Lebensraum für viele andere Tiere und Pflanzen sind, ist ihre Zerstörung fatal.

Greenpeace fordert einen sofortigen Stopp der Fischerei in den nun eisfreien Gebieten. Außerdem fordert Greenpeace Gesetze, die die Arktis vor Überfischung schützen. Wichtige Grundlage der Gesetze ist eine Kartierung der Tiefsee. Ein Anfang wird nun mit der Esperanza gemacht und ein Teil der Tiefsee in der zweiten Phase der Expedition kartiert. Iris Menn berichtet im Blog über die Entdeckungen.
In der ersten Phase hatten die Wissenschaftler an Bord der Esperanza mit Experimenten begonnen, die zeigen, welche Folgen eine Versauerung der Meere hat. Martin Kaiser hat sie an Bord begleitet und in seinem Blog darüber berichtet.