Ein Verbot von Fischereinetzen, die den Meeresboden oder die Korallenriffe im Gebiet der Darwin Mounds berühren, hatte Großbritannien beantragt. Die Briten beriefen sich bei ihrem Vorschlag auf neue EU-Vorschriften zur Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP): Wenn marine Ökosysteme oder Fischereiressourcen nachweislich gefährdet sind, können Sofortmaßnahmen mit einer Laufzeit von sechs Monaten ergriffen werden. Derzeit erarbeitet die Kommission einen Vorschlag, um dauerhafte Verbote
bei nachweislicher Gefährdung des marinen Ökosystems durch Fischerei zu ermöglichen.
Einen lang anhaltenden Schutz der Tiefseekorallenriffe in den Darwin Mounds will Großbritannien durchsetzen, indem es das Gebiet als Schutzgebiet ausweist. Die Briten machen die sogenannte Habitat-Richtlinie von 1992 geltend, die die EU-Mitgliedsstaaten zum Schutz von Riffen verpflichtet. Damit wäre zumindest dieser Lebensraum für große und vielfältige biologische Gemeinschaften gesichert. (nic)