Gemeinsam mit der Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) hat Greenpeace eine Kampagne gestartet, um diesen Beifang zu reduzieren. Das Greenpeace-Schiff Esperanza patrouilliert deshalb im Ärmelkanal. Die Besatzung beobachtet die Fischer, dokumentiert ihre Aktivitäten und klärt sie über Möglichkeiten zur Vermeidung des Delfinsterbens auf.
Bislang wurden in diesem Jahr weniger tote Delfine an die Strände Großbritanniens gespült als im selben Zeitraum 2003. Allerdings hatten einige der gefundenen Kadaver eindeutige Wunden von Äxten. Offenbar hatte man versucht, ihnen Kopf und Schwanzflosse abzuhacken. Diese Wunden wurden den Tieren absichtlich zugefügt. Sie sind in meinen Augen der Versuch, den Fund toter Delfine zu erschweren
, befürchtet Lindy Hixley von einer lokalen Meeresschutzorganisation.
Mit dem Einsatz der Äxte könnten die Fischer versuchen, die Anzahl der gefangenen Delfine zu verschleiern, meint auch Greenpeace Meeresexpertin Iris Menn. Die Anzahl der Delfine, die jährlich aus ungeklärten Gründen stranden, ist bereits sehr hoch. Die Anzahl derjenigen, die in Fischernetzen ertrinken, ist aber noch um ein Vielfaches größer.
(hol)