Zehn Jahre, nachdem die Kabeljaufischerei vor Neufundland zusammengebrochen war und 30.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren hatten, droht der Schwund der begehrten Art auch für Europas Fischer zum Desaster zu werden.
Die Vorschläge des ICES verdeutlichen wieder einmal die dramatische Situation
, sagt Andrea Cederquist, Meeresbiologin bei Greenpeace. Doch das vorhandene, breite Wissen wird von den zuständigen Politikern seit Jahren systematisch ignoriert.
Eine drastische Änderung der Fischereipolitik der EU sei notwendig, erklärt Cederquist. Strenge Maßnahmen und Kontrollen müssten greifen, noch bevor ein Bestand überfischt ist. Zudem solle die EU Meeresschutzgebiete einrichten, in denen sich Fischbestände ungestört entwickeln können. (mod)