
Die Ausstellung 1:1 Riesen der Meere wird seit dem Sommer 2008 im Ozeaneum gezeigt. Sie ist ein Teil der umfangreichen Arbeit von Greenpeace zum Schutz der Meere. Wir wollen die Besucher davon überzeugen, dass der Schutz der Meeresriesen und ihres Lebensraums wichtig ist
, sagt Christian Bussau, Projektleiter von Greenpeace. Wir sind sicher, dass die multimediale Präsentation einer der Höhepunkte des OZEANEUMs werden wird. Die Besucher können die Welt der Wale sinnlich erfahren und nachhaltige Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Die Meeresäuger sind vielfach bedroht: Der Klimawandel führt zur Erwärmung des Wassers. Dadurch verändern sich ihre Lebensräume, Futterplätze verändern sich oder verschwinden ganz. Auch die Überfischung und die Verschmutzung der Meere setzt den Walen zu. Was es für die Wale bedeutet, wenn große Trawler mit ihren Treibnetzen durch das Meer pflügen und dabei nicht nur Meereslandschaften zerstören, sondern auch jede Menge Lärm verursachen, können die Besucher auf der Ausstellung audio-visuell erfahren.
Nicht zuletzt ist der unerlaubte Walfang ein Riesenproblem. Bis zu 1300 Großwale sterben jährlich allein durch den japanischen Walfang. Die japanische Regierung behauptet weiterhin, Wale nur zu wissenschaftlichen Zwecken zu töten. Doch nun stehen zwei Greenpeace-Mitarbeiter, Junichi Sato und Toru Suzuki, vor Gericht, weil sie im Mai 2008 den größten Skandal der Walfanggeschichte aufgedeckt haben: Seit Jahren schmuggelt die Schiffsbesatzung Walfleisch an Land und verkauft die illegale Ware mit Riesengewinn. Doch statt das illegale Treiben zu beenden, haben die Behörden die Greenpeace-Aktivisten wegen Diebstahls angeklagt.
Was jetzt dringend notwendig ist
, erklärt der Meeresbiologe Bussau, ist ein wirksamer Schutz der bedrohten Wale und ihres Lebensraums. Vierzig Prozent der gesamten Weltmeere müssen als Schutzgebiet ausgewiesen werden. Außerdem muss sichergestellt werden, dass existierende Walfangverbote auch eingehalten werden.
Wer sich einen ersten Eindruck der Ausstellung verschaffen möchte, kann sich hier den Film ansehen oder im Riesen der Meere-Blog sich die Eindrück in unserem Podcast schildern lassen.