Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der IFAW geht davon aus, dassdie schleichende Verschmutzung der Meere durch massenhafte illegaleVerklappungen sogar noch größer ist als die Ölverseuchung durch diegroßen Tankerunglücke. Am schlimmsten sind die Folgen dort, wo vielbefahrene Schifffahrtsrouten auf dicht besiedelte Vogelgebiete träfen.
In einem kleinen Gebiet vor Neufundland beispielsweise zählt derTierschutz-Fonds jedes Jahr 300.000 tote Tiere. So viel wie beimUntergang der Exxon Valdez. In die Nordsee werden jährlichschätzungsweise 86.000 bis 210.000 Tonnen Öl eingeleitet. Die Zahl anSeevögeln wie Sterntauchern, Trauerenten und Basstölpeln ist hierzwischen 1998 und 2001 um 50 Prozent gesunken.
Die Europäische Kommission will aus diesen Zahlen die Konsequenzenziehen. Sie plant härtere Strafen für die Verursacher vonTankerunglücken und für das Verklappen von Ölresten auf See imHoheitsgebiet der EU. Die Chance, dass alle Mitgliedsstaaten einesolche Verschärfung mittragen werden, wird allerdings auch von derKommission selber als sehr klein angesehen. (sit)