
Die russische Regierung begründet Ihre Entscheidung mit angeblichen Widersprüchen in der Satzung der Organisation - ungeachtet der Tatsache, dass RAIPON auf Basis dieser Satzung seit 22 Jahren ohne Beanstandungen arbeitet. Seit ihrer Gründung 1990 hat die Organisation die Rechte der 41 Gruppen indigener Völker des russischen Nordens vertreten. Sie vereinte rund 300.000 Menschen, die oft keine Stimme in der politischen Arena haben.
Im August dieses Jahres hat sich RAIPON, zusammen mit anderen Vertretern indigener Völker Russlands, auf einer von Greenpeace organisierten Konferenz klar gegen Ölbohrungen in der russischen Arktis ausgesprochen. Die jetzige Kaltstellung der Organisation scheint ein dürftig verschleierter Versuch der russischen Regierung zu sein, die kritischen Stimmen auszuschalten.
Die indigenen Völker der russischen Arktis leben seit Jahren mit den katastrophalen Folgen der Ölförderung in diesem Gebiet und sind immer wieder großen Schwierigkeiten ausgesetzt ihre Rechte geltend zu machen. Sie sind die besten Hüter des Landes, indem sie traditionell leben. Ihnen die Stimme in einem internationalen Forum wie dem Arktischen Rat zu verwehren, wird unweigerlich zu einer Zerstörung des hochsensiblen Ökosystems Arktis führen.
Auch wenn die Beanstandungen der Behörden formal richtig sind, ändert es nichts an der Tatsache, dass RAIPON der wahre und rechtmäßige Vertreter der indigenen Bewohner der Arktis ist. Eine so wichtige Stimme darf nicht durch bloße Formalitäten erstickt werden.
Lassen Sie uns jetzt Druck aufbauen, um die Rechte der indigenen Völker zu verteidigen! Zusammen haben wir die Chance diese weitreichende Entscheidung rückgängig zu machen. Schreiben Sie jetzt an Präsident Putin, damit RAIPON bestehen bleibt!