
Australische Wissenschaftler greifen zur Armbrust, um an die Daten der Wale heranzukommen: Mit deren Hilfe schießen sie einen kleinen Pfeil mit Minisender in die Speckschicht der Meeresriesen. Via Satellit lassen sich dann für rund zwei Monate die Wanderungsbewegungen des Tieres genau verfolgen. Zusätzlich nehmen die Forscher kleine Hautproben. Aus ihnen können die Wissenschaftler das Alter, den Fortpflanzungszyklus und die Ernährungsgewohnheiten des Tieres herauslesen.
Damit investiert Australien klar in einen weltweiten Trend
, sagt Stefanie Werner, Meeres-Expertin bei Greenpeace. Die so genannte Telemetrie an marinen Säugetieren setzt sich immer mehr durch. Weltweit sind sich Wissenschaftler einig, dass man die sanften Riesen der Meere nicht töten muss, um mehr über sie zu erfahren. Mit dem Beharren auf seinem so genannten wissenschaftlichen Walfang macht sich Japan zunehmend unglaubwürdiger. Zumal die Ergebnisse mehr als dürftig ausfallen. Kommerzieller Walfang von Arten, die auf der roten Liste der World Conservation Union stehen, ist ein Verbrechen und muss auch als solches geahndet werden.