Wir hatten Sie gebeten, den dänischen Außenminister anzuschreiben, um ihn zur Teilnahme an der 59. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) aufzufordern. Die dänischen Vertreter hatten dort in den vergangenen Jahren den Walfang stets befürwortet, obwohl sie mit dieser Position innerhalb der EU weitgehend allein da standen.
Im Aktionszeitraum vom 27.04.2007 bis zum 28.05.2007 wurden insgesamt 4622 Protest E-Mails verschickt.
Trotzdem blieb der dänische Außenminister zu Hause. Auch die dänische Delegation zeigte sich unbeeindruckt von den vielen tausend E-Mails: Entweder erschienen sie nicht zu den Abstimmungen, enthielten sich der Stimme oder votierten gegen den Walschutz. So stimmten sie gegen die Einrichtung eines Schutzgebiets im Atlantik. Auch verlangten sie eine Fangquote für Buckelwale in den Gewässern vor Grönland. Diese Quote wurde nicht vergeben, da Schutznationen wie Deutschland die Zustimmung verweigerten.
Auch bei den für den Walschutz unerläßlichen Punkten konnte ein Rückfall vermieden werden: Das Fangverbot besteht weiterhin. Die Schutznationen haben in zentralen Entscheidungen die Mehrheit behauptet. Dadurch wurden Resolutionen möglich, die beispielsweise Maßnahmen für besonders gefährdete Walarten fordern, wie für den Vaquita (mexikanischer Hafenschweinswal). Allerdings konnte keine Dreiviertelmehrheit für die Einrichtung eines südatlantischen Walschutzgebietes gefunden werden. Das Gebiet hätte den gesamten Atlantik südlich des Äquators umfasst.
Zudem wurde ein außerordentliches Treffen der IWC-Mitglieder im Frühjahr 2008 beschlossen. Dort soll die Zukunft der Kommission diskutiert werden. Während die Walfängerseite die IWC ausschließlich mit der Vergabe von Fangquoten beauftragen will, fordern die Walschutz-Nationen das Mandat der Kommission zu erweitern. Es sollen endlich auch alle anderen, die weltweiten Walbestände bedrohenden Einflüsse berücksichtigt werden. Dazu gehören die Folgen des Klimawandels, die unzähligen Beifänge in Fischernetzen sowie die ständig zunehmende Verschmutzung und Lärmbelästigung der Meere. Greenpeace begrüßt diese Sondersitzung ausdrücklich. Aus der Walfangkommission muss eine Walschutzkommission werden.