Obwohl von der Bundesregierung bei der EU als “Natura 2000-Schutzgebiet“gemeldet, findet im Sylter Außenriff täglich zerstörerische, wirtschaftliche Nutzung statt. In diesem ausgewiesenen Meeresschutzgebiet wird nicht nur Sand und Kies abgebaut. Zusätzlich durchpflügen Fischereiflotten mit Grundschleppnetzen den Meeresboden dieses artenreichen Steinriffs. Außerdem gefährdet die Stellnetzfischerei vor allem in den Sommermonaten das Überleben der Schweinswale, für die das Sylter Außenriff ein Rückzugsgebiet sein soll.
Greenpeace hatte sich im Sommer 2008 entschlossen, im Sylter Außenriff hunderte Natursteine zu versenken. Die tonnenschweren Felsbrocken wirken wie ein Schutzschild und sollen zerstörerische Aktivitäten verhindern. Die Versenkungsgebiete finden sich jetzt auch in den aktuellen Seekarten der deutschen Nordsee wieder. Fischer, die ihren Beutezug planen, werden diese Gebiete meiden – das Sylter Außenriff hat den Schutz bekommen, den es verdient.
Ein globales Netzwerk von Meeresschutzgebieten
Roadmap to recovery: A Global Network of Marine Reserves - Deutsche Kurzfassung
Das Leben in den Weltmeeren ist bedroht und braucht unseren Schutz. Greenpeace schlägt vor, ein globales Netzwerk von Meeres-Schutzgebieten einzurichten, die 40 Prozent der Ozeane umfassen. Der renommierte Meeresbiologe Prof. Callum Roberts von der Universität York in Großbritannien hat – zusammen mit einem 40-köpfigen Forscherteam – für Greenpeace einen Vorschlag entwickelt, wo Schutzgebiete am dringendsten sind, um die marine Artenvielfalt langfristig zu erhalten.
Details zu diesem Video:
Diese 12 Minuten lange Dokumentation begründet die Notwendigkeit und den Nutzen von Meeresschutzgebieten.