Echter Schutz für das Sylter Außenriff
Obwohl von der Bundesregierung bei der EU als “Natura 2000-Schutzgebiet“gemeldet, findet im Sylter Außenriff täglich zerstörerische, wirtschaftliche Nutzung statt. In diesem ausgewiesenen Meeresschutzgebiet wird nicht nur Sand und Kies abgebaut. Zusätzlich durchpflügen Fischereiflotten mit Grundschleppnetzen den Meeresboden dieses artenreichen Steinriffs. Außerdem gefährdet die Stellnetzfischerei vor allem in den Sommermonaten das Überleben der Schweinswale, für die das Sylter Außenriff ein Rückzugsgebiet sein soll.
Greenpeace hatte sich im Sommer 2008 entschlossen, im Sylter Außenriff hunderte Natursteine zu versenken. Die tonnenschweren Felsbrocken wirken wie ein Schutzschild und sollen zerstörerische Aktivitäten verhindern. Die Versenkungsgebiete finden sich jetzt auch in den aktuellen Seekarten der deutschen Nordsee wieder. Fischer, die ihren Beutezug planen, werden diese Gebiete meiden – das Sylter Außenriff hat den Schutz bekommen, den es verdient.
Coup für die Meere: Schutzgebiete
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- Artikel veröffentlicht am: 30.07.2008,
- Artikel veröffentlicht von: Greenpeace Redaktion
Ozeane bedecken 70 Prozent unserer Erde. Von der Wasseroberfläche bis in zehntausend Meter Tiefe, von der Küste bis zur Hohen See findet sich eine unzählige Vielfalt an Lebensräumen und Meeresorganismen. Doch auch die Liste schonungsloser Ausbeutung und Zerstörung der Meere ist lang: Fischerei, Öl- und Gasförderung, Sand- und Kiesabbau, Einleitung von Giften und radioaktiven Stoffen. All dies führt dazu, dass Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich verschwinden und einzigartige Lebensräume zerstört werden. Greenpeace setzt sich deshalb weltweit für den Schutz der Meere ein. Eine ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Nutzung der Meere mit einem Netzwerk von Meeresschutzgebieten sind die einzige Chance, die Ozeane zu retten.
Bildergalerie
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- Junger Ostsee-Dorsch versteckt sich hinter einer Rotalge.
- Aufgenommen am: 15.07.2004
- Copyright: © Sari Tolvanen / Greenpeace
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