Echter Schutz für das Sylter Außenriff
Obwohl von der Bundesregierung bei der EU als “Natura 2000-Schutzgebiet“gemeldet, findet im Sylter Außenriff täglich zerstörerische, wirtschaftliche Nutzung statt. In diesem ausgewiesenen Meeresschutzgebiet wird nicht nur Sand und Kies abgebaut. Zusätzlich durchpflügen Fischereiflotten mit Grundschleppnetzen den Meeresboden dieses artenreichen Steinriffs. Außerdem gefährdet die Stellnetzfischerei vor allem in den Sommermonaten das Überleben der Schweinswale, für die das Sylter Außenriff ein Rückzugsgebiet sein soll.
Greenpeace hatte sich im Sommer 2008 entschlossen, im Sylter Außenriff hunderte Natursteine zu versenken. Die tonnenschweren Felsbrocken wirken wie ein Schutzschild und sollen zerstörerische Aktivitäten verhindern. Die Versenkungsgebiete finden sich jetzt auch in den aktuellen Seekarten der deutschen Nordsee wieder. Fischer, die ihren Beutezug planen, werden diese Gebiete meiden – das Sylter Außenriff hat den Schutz bekommen, den es verdient.
Alarm für Nord- und Ostsee
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Details zum Artikel:
- Artikel veröffentlicht am: 31.07.2008,
- Artikel veröffentlicht von: Greenpeace Redaktion
Der Zustand der Meere vor unserer Haustür ist alarmierend: Wenn die schonungslose Ausbeutung von Nord- und Ostsee weiter geht wie bisher, werden immer mehr Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich verschwinden und weitere einzigartige Lebensräume zerstört. Haben die Meere noch eine Chance? Es bleibt nur ein Weg: ihre ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Nutzung. Dafür setzt Greenpeace sich ein. Unverzichtbar sind dabei Meeres-Schutzgebiete. Sie können die intakten Regionen bewahren und geben den übernutzten Gebieten die Chance, sich zu erholen.
Bildergalerie
Details zu diesem Bild:
- Bohrinseln im Brent Oil Field in der Nordsee. Industriegebiet Nordsee.
- Aufgenommen am: 24.05.2005
- Copyright: © Karsten Smid / Greenpeace
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