Ozeane bedecken 70 Prozent unserer Erde. Von der Wasseroberfläche bis in zehntausend Meter Tiefe, von der Küste bis zur Hohen See findet sich eine unzählige Vielfalt an Lebensräumen und Meeresorganismen. Doch die schonungslose Ausbeutung und Zerstörung der Meere führt dazu, dass Tier- und Pflanzenarten sowie einzigartige Lebensräume unwiederbringlich verschwinden. Greenpeace setzt sich deshalb weltweit für ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten ein - eine Chance, die Ozeane zu retten.
Obwohl von der Bundesregierung bei der EU als “Natura 2000-Schutzgebiet“ gemeldet, findet im „Sylter Außenriff“ täglich zerstörerische, wirtschaftliche Nutzung statt. In diesem ausgewiesenen Meeresschutzgebiet wird nicht nur Sand und Kies abgebaut. Zusätzlich durchpflügen Fischereiflotten mit Grundschleppnetzen den Meeresboden dieses artenreichen Steinriffs. Alles, was sich diesen Fanggeräten aus Stahlketten und Nylonnetzen in den Weg stellt, wird mitgenommen oder untergepflügt.
Greenpeace hatte sich daher entschlossen, am „Sylter Außenriff“ hunderte Natursteine zu versenken. Die tonnenschweren Felsbrocken wirken wie ein Schutzschild und sollen zerstörerische Aktivitäten verhindern. Allerdings hat inzwischen die Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Kiel dem Reeder des Transportschiffes untersagt, weitere Steine zu liefern. Greenpeace wird nun in Verhandlungen mit dem Bundesumweltministerium darauf dringen, dass Fischerei und Kiesabbau im Sylter Außenriff und anderen ausgewiesenen Meeresschutzgebieten konsequent verboten werden.