Nachhaltige Fischerei - Was versteht Greenpeace darunter?
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- Artikel veröffentlicht am: 12.09.2008,
- Artikel veröffentlicht von: Sigrid Totz
Greenpace versteht eine Fischerei als nachhaltig, wenn sie die Population der befischten Art aufrechterhält und keine schädlichen Auswirkungen auf andere Arten innerhalb des Ökosystems hat, den Menschen mit eingeschlossen. Schädliche Auswirkungen für andere Arten innerhalb des Ökosystems sind zum Beispiel die Dezimierung der Nahrungsquelle, die Verletzung oder Tötung bei der Sortierung von Beifang oder die physische Zerstörung des Lebensraumes.
Die Greenpeace-Anforderungen an eine nachhaltige Fischerei basieren auf dem von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) formulierten Leitfaden für eine verantwortungsbewusste Fischerei (Code of Conduct for Responsible Fisheries).
Dieser Leitfaden besagt, dass eine nachhaltige Fischerei:
- aus einer ökologischen Sichtweise geregelt werden muss, welche die Einführung eines Netzwerkes aus Meeresschutzgebieten beinhaltet
- besonders anfällige Arten und Lebensräume, wie z.B. die Tiefsee und die dort vorkommenden Arten schützen muss
- die Bestände innerhalb der biologisch vertretbaren Grenzen halten muss
- selektive Fischereimethoden benutzen muss, also z.B. keine zerstörerischen Grundschleppnetze und Fangmethoden, bei denen eine große Menge (mehr als 25 Prozent des Gesamtfanges nach Gewicht)an Beifang anfällt
- die Artenvielfalt erhalten muss
- sozial und ökonomisch gerecht sein muss
- eine vollständige Transparenz vom Fang bis zur Anlandung für jeden Fisch leisten muss.
Ein Fischereimanagement sollte Qualität und Artenvielfalt aufrechterhalten. Und es muss die Fischressourcen für heutige und nachfolgende Generationen sichern. Nur durch eine nachhaltige Nutzung kann die Eiweißressource Fisch gesichert und Armut vermieden werden.
Fischereimanagement sollte nicht nur den Schutz der Zielart gewährleisten, sondern ebenfalls der Arten, die mit der Zielart assoziiert oder von ihr abhängig sind. Ein Ökosystemansatz und Vorsorgeprinzip sollte die Grundlage jedes Fischereimanagements sein.