Der Bock und die drei Geißen bilden die Basisgruppe, die in das Erhaltungs- und Zuchtprogramm des Tierparks aufgenommen wird. Die Arche Warder liegt auf halber Strecke an der Autobahn Hamburg-Flensburg. Sie hat sich ganz der Zucht und der Erhaltung von alten Haus- und Nutztierrassen verschrieben.
Die Thüringer Waldziege gilt als besonders robust und widerstandsfähig. Daher kann sie auch im rauen Klima des Thüringer Waldes bis 1000 Meter Höhe, bei hohen Niederschlagsmengen und harten Wintern gehalten werden. Erwachsene Tiere sind 70-85 Zentimeter hoch und bringen bis zu 70 Kilogramm auf die Waage. Die kurzen, glattanliegenden Haare sind hell- bis schokoladenbraun gefärbt. Gelegentlich kann man auch schwarze Tiere antreffen.
Thüringer Waldziegen gehören zu den bedrohten Nutztierrassen. Sie gelten sogar als stark gefährdet. Der offizielle Bestand ist im Jahr 2002 auf etwas über 500 Tiere geschrumpft. In den Dreißigerjahren waren es noch mehr als 57.000 Tiere. Nun arbeitet der Tierpark Arche Warder daran, die Thüringer Waldziege zu erhalten. Die Zeichen dafür stehen gut
, sagt Susanne Kopte, Sprecherin des Tierparks. Die Neuankömmlinge haben sich gut eingelebt, und wenn der Bock seinen Pflichten nachkommt, kann Anfang nächsten Jahres mit Nachwuchs gerechnet werden.