Seit vergangenem November war die Mehrzahl der Tiere in Ausweichquartieren untergebracht, damit auf dem 40 Hektar großen Gelände Zäune, Ställe, Weiden und Wasserleitungen auf Vordermann gebracht werden konnten. Um elf Uhr am Sonnabend beginnt die Rückkehr der Tiere, die dann ihr neues Zuhause in Besitz nehmen werden.
Nachdem die Geschäftsführerin von Greenpeace, Brigitte Behrens, der Geschäftsführer des Tierparks, Heinz Laing, und Melanie Stöhr, Vorstand der Umweltstiftung Greenpeace, Reden zum festlichen Anlass gehalten haben, warten auf die Besucher Führungen durch den Tierpark. Für Kinder wird eine Foto-Rallye veranstaltet. Am Nachmittag sorgt die Gauklergruppe Planlos mit flippigen Witzen und vielen Späßen für Entertainment auf der Festwiese.
Zu den Höhepunkten am Sonntag zählt der Kindermarathon. Start ist um zehn Uhr am Haus der Natur. Auf die Kinder wartet eine Laufstrecke von drei Kilometern Länge. Am Nachmittag wird im Streichelhof der Sieger des Preisausschreibens ausgelost, das die Arche Warder gemeinsam mit der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung veranstaltet hat. Außerdem wird ein Pferdemärchen aufgeführt, in dem Barockpferde aus Kiel die Hauptakteure sind. Ab 17 Uhr freut sich der Tierpark dann auf die Dorfgemeinschaft Warder. Auf der Festwiese wird der Grill angeworfen und ein Fass aufgemacht.
Bislang investierte die Umweltstiftung Greenpeace rund 150.000 Euro in den Betrieb der Arche Warder. Die BINGO-Umweltlotterie beteiligte sich mit 250.000 Euro. Diese Gelder kommen dem Erhalt inzwischen sehr seltener Haus- und Nutztierrassen zugute. So kann dieser einzigartige Schatz der Artenvielfalt für die naturnahe Landwirtschaft erhalten bleiben.
Alte Rassen wie Angler Rind, Moorschnucke, Buntes Bentheimer Schwein oder Vorwerkhuhn sind eine notwendige genetische Reserve für viele Eigenschaften, die die hochgezüchteten Tiere der industriellen Landwirtschaft längst verloren haben. Greenpeace will diese Reserve von robusten Tieren für eine moderne naturnahe Landwirtschaft erhalten und weiter verbreiten.
Außerdem sind einige der Tiere für den Erhalt von Kulturlandschaften, wie Moore, Sumpfgebiete und Steppen notwendig. In den wenigen noch existierenden Feuchtgebieten kommen heutige Pferde nicht mehr zurecht. Ganz anders das robuste Konikpferd, das es schafft sich auch in dieser ungewöhnlichen Landschaft seine Nische zu erschließen. Oder das Mangalitzaschwein, es ist bestens an ein Leben in der Steppe angepasst. Eine Region, in der heutige Hausschweine nicht lange überleben würden.
Wie Sie sich am Erhalt der alten Haus- und Nutztierrassen beteiligen können und das vollständige Programm für dieses Wochenende finden Sie auf den Seiten: www.arche-warder.de.