Gentechnik im Tierfutter muss nicht sein!

Bei der Tierfütterung in Deutschland kann gentechnisch verändertes Futtermittel durch solches ohne Gen-Pflanzen ersetzt werden. Dies fordert die Mehrheit der Verbraucher. Angesichts der Risiken beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist das auch dringend erforderlich.

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Über 80 Prozent der weltweiten Sojaernte wird zu Futtermitteln verarbeitet. Von dieser Soja sind 70 Prozent gentechnisch manipuliert. Soja ist mit einem Anteil von 53 Prozent an allen gentechnisch veränderten Pflanzen die mit Abstand bedeutendste Gen-Pflanze überhaupt. Aber auch Mais und Raps werden zu Gen-Futter weiterverarbeitet. Deshalb ist die Nachfrage nach Tierfutter ohne Gen-Pflanzen entscheidend für die zukünftige Entwicklung des weltweiten Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen.

In Deutschland möchte die Mehrheit der Verbraucher wissen, ob bei tierischen Produkten wie Milch, Eier und Fleisch gentechnisch veränderte Pflanzen verfüttert wurden. Auf der Verpackung ist dies jedoch nicht zu erkennen. Hier klafft eine Kennzeichnungslücke, die es Verbrauchern nicht ermöglicht, sich frei zu entscheiden.

Greenpeace setzt sich europaweit für die Kennzeichnung tierischer Produkte ein. Solange diese jedoch nicht vorgeschrieben ist, kommt Handelshäusern, Lebensmittelverarbeitern und Landwirten eine besondere Verantwortung zu: Gentechnisch veränderte Futtermittel sollten durch Futter ohne Gen-Pflanzen ersetzt werden.

Wie verschiedene Beispiele aus Deutschland und Europa zeigen, ist eine Umstellung auf Tierfutter ohne Gen-Pflanzen möglich: Als eine der bekanntesten Milchmarken in Deutschland wird die Landliebe-MiIch ohne Gen-Pflanzen hergestellt. Auf die Produktion von etwa 80 Prozent des Geflügels in Deutschland trifft dies genauso zu. In Österreich wird fast die gesamte Milch gentechnikfrei erzeugt. In der Schweiz sind sogar alle tierischen Erzeugnisse ohne Gen-Pflanzen produziert. Doch es gibt auch Firmen, die sich hartnäckig weigern, ihre Produktion umzustellen.

Trotz Kennzeichnungslücke können Sie sich im Ratgeber "Essen ohne Gentechnik" informieren, welche Firmen tierische Lebensmittel anbieten, bei deren Herstellung keine Gen-Pflanzen eingesetzt wurden. Was sich in den letzten Jahren auf dem Markt getan hat, erfahren Sie in Erfolge der Greenpeace-Kampagne für Milchprodukte ohne Gentechnik.

Zum Weiterlesen:

Landwirte erfahren auf www.gentechnikfreie-fuetterung.de, wo sie gentechnikfreies Tierfutter beziehen können.

Weitere Infos, mit Fußnoten, finden Sie im unten angehängten PDF "Tierische Produkte – ohne Einsatz gentechnisch veränderter Futterpflanzen".

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Veröffentlichungen zu diesem Thema

Gen-Soja bei McDonald's