Ein Artikel von Rahel Osterwalder

Ilse Aigner verteidigt Agrosprit E10

In der Debatte um die Beimischung von Ethanol zu Auto-Kraftstoffen hat sich nun auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) eingemischt. Sie lehnt einen Stopp mit der Begründung ab, dass E10 nicht schuld an der Getreideknappheit sei. Dazu äußert sich Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter:

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Es ist weder christlich noch sozial, das Getreideangebot durch die Erzeugung von Ethanol zu verknappen und damit die Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben. Wichtigste Aufgabe einer Landwirtschaftsministerin ist es, dafür zu sorgen, dass die Menschen mit ausreichenden und gesunden Lebensmitteln versorgt werden und nicht die Interessen der Agrarlobby zu vertreten.

Mit dem Getreide, das in Deutschland jährlich in die Erzeugung von Ethanol fließt, könnten fünf Millionen Menschen ernährt werden. Den Luxus, Getreide zu Agrosprit zu verarbeiten, dürfen wir uns angesichts der angespannten Weltgetreideversorgung und der Dürre in den USA nicht leisten, sonst droht neben der Naturkatastrophe eine menschengemachte Katastrophe.

Bereits gestern hat sich Martin Hofstetter dazu geäußert, dass E10 keine Lösung für den Kampf gegen den Klimawandel ist. Weitere Informationen zum aktuellen Geschehen um den Agrosprit finden sie unter E10 am Ende?.

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Für die einen ist E10 die Lösung, um vom fossilen Öl wegzukommen, andere machen ihn für steigende Preise, Hunger und Urwaldzerstörung verantwortlich.

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