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Ein Artikel von greenpeace.de

VDA gegen den Rest der Welt

Die deutschen Autohersteller bekleckern sich in der Klimaschutzdiskussion wahrlich nicht mit Ruhm. So gelang es ihnen nicht, die freiwillige Selbstverpflichtung der europäischen Autoindustrie einzuhalten, den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagen bis 2008 auf 140 Gramm zu senken. Dennoch versucht der Verband der Autoindustrie (VDA) dieses Versagen immer wieder schönzureden. Nun gibt es einen Grund, dem VDA und den deutschen Autobauern einmal auf die Schulter zu klopfen: Am Donnerstag teilte der Verband mit, dass die deutsche Autoindustrie bei den Klimaanlagen die Weichen auf mehr Klimaschutz gestellt habe.

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Gegenwärtig werden weltweit chemische Kältemittel aus der Klasse der fluorierten Kohlenwasserstoffe (FKW) eingesetzt. Sie tragen enorm zum Treibhauseffekt bei. In deutschen Autos soll nun nur noch das natürliche Kältemittel Kohlendioxid (CO2) eingesetzt werden. Zwar ist CO2 auch ein Treibhausgas, aber seine Klimawirksamkeit wird von Experten auf weniger als ein Tausendstel der Klimaschädlichkeit von FKW geschätzt. Die Ankündigung des VDA erfolgt im Alleingang. Amerikanische, japanische, französische oder italienische Autobauer haben es in der Vergangenheit deutlich abgelehnt, auf ein klimafreundlicheres Kältemittel umzurüsten.

Auch wenn wir ihre Modellpolitik unter Klimagesichtspunkten nach wie vor kritisieren, bei der Wahl des Kältemittels der Zukunft verdienen die deutschen Hersteller Respekt, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte von Greenpeace. Die Entscheidung kann - nach allem, was zu dieser Auseinandersetzung bekannt ist - tatsächlich mutig und wegweisend genannt werden. Leider ist viel zu wenig bekannt, welch enormen Anteil an der zukünftigen von Menschen verursachten Erwärmung gerade die FKW haben.

Um die deutschen Autohersteller dazu zu bringen, künftig keine FKW in den Klimaanlagen einzusetzen, hatte sich unter anderem der Geschäftsführer von Greenpeace International, Gerd Leipold, persönlich mit einer großangelegten Briefaktion an alle Autohersteller weltweit gewandt, erklärt Lohbeck. Diese Entscheidung der deutschen Hersteller ist zwar nicht nur auf unsere Aktivitäten gegen FKW-Gase zurückzuführen, aber sicherlich haben sie dazu beigetragen.

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