Auf dieser Seite haben wir für Sie die letzten Nachrichten zum Thema Klima zusammengestellt.

Die Ankündigung von Apple ist ein Zeichen dafür, dass Apple die mehr als 200.000 eigenen Kunden ernst nimmt, die eine saubere iCloud wollen
, sagt Gary Cook, Greenpeace IT-Analist. Apple will seine Solarenergie-Kapazität und sein Investment in lokale Erneuerbare Energien verdoppeln. Beides sind entscheidende Schritte hin zu einer sauberen iCloud.
Greenpeace und die Apple-Kunden erwarten nun genauere Informationen darüber, wie Apple die Versorgung mit grünem Strom für seine Rechenzentren in North Carolina und Oregon einhalten will. Denn Apple ist noch immer einer der größten Kunden des Kohlestromproduzenten Duke Energy. Apple muss Duke Energy auffordern, saubere Energie zur Verfügung zu stellen. Nur dann kann die Firma behaupten, dass die iCloud zu 100 Prozent mit grünem Strom betrieben wird
, so Gary Cook.
Greenpeace wird seine Kampagne fortführen, bis Apple und andere IT-Riesen wie Microsoft und Amazon sicherstellen, dass ihre Rechenzentren sauber sind und sauber bleiben. Denn allein im letzten Jahr ist der Stromverbrauch der Cloud-Rechenzentren weltweit um etwa ein Fünftel gestiegen. Damit das gelingt, muss Apple die Standorte für neue Rechenzentren nach dem Angebot an Erneuerbaren Energien aussuchen. Nur dann werden die Apple-Kunden daran glauben, dass auch eine wachsende iCloud immer grüner wird
, sagt Cook.
(Autorin: Carolin Wahnbaeck)

Bisher haben die Verantwortlichen bei Apple die Hunderttausenden von Menschen ignoriert, die sauberen Strom für die iCloud fordern
, sagt Phil Redford, Geschäftsführer von Greenpeace in den USA. Wir Apple-Kunden lieben unsere iPhones und iPads, aber wir wollen keine iCloud, die mit schmutzigem Kohlestrom betrieben wird.
Mittels Hightech-Laser laufen die Botschaften der Apple- und Umweltfans über die Fassade des Apple-Gebäudes. Per Live Stream können die Fans weltweit dabei sein, wenn ihre Botschaften an der Gebäudewand erscheinen. Die Kampagne hat bereits viele Unterstützer gefunden. Mehr als 216.000 Menschen unterzeichneten bisher die Greenpeace-Petition Clean Our Cloud

Greenpeace International hat 14 IT-Unternehmen und die Stromversorgung von über 80 Datenzentren untersucht. Es stellte sich heraus, dass Yahoo und Google bereits auf dem Weg zu einer grünen Stromversorgung sind. Apple, Microsoft und Amazon dagegen beziehen Kohle- und Atomstrom für ihre Server.
Apple hat bisher lediglich für ein einziges Datenzentrum in North Carolina Erneuerbare Energien gekauft. Doch je größer das Zentrum wird, desto mehr Strom bezieht es aus Kohlekraftwerken des Energiekonzerns Duke Energy.
Apple gilt als besonders innovativ. Aber wenn es um den Strom für die Clouds geht, hinkt das Unternehmen hinter Firmen wie Facebook, Google und Yahoo her. Diese drei Unternehmen haben bereits Schritte unternommen, um auf saubere Energie umzusteigen
, sagt IT-Spezialist Casey Harrell von Greenpeace International.

Das Weddellmeer im Nordwesten des antarktischen Kontinents ist das größte Meer am Rande des Südlichen Ozeans. Eine seiner Buchten ist bedeckt vom Filchner-Ronne-Schelfeis. Rund 250 Meter dick ist dieser Eisschild vor der antarktischen Küste, etwa 30 Meter davon ragen aus dem Meer.
Lange Zeit gingen Forscher davon aus, dass der Klimawandel sich auf die kalten Wassermassen des Weddellmeeres und auf sein Schelfeis nicht auswirken werde. Neue Erkenntnisse zeigen eine andere Entwicklung. Am 9. Mai 2012 erschienen gleich zwei Studien, die Hinweise auf eine katastrophale Entwicklung im Südpolarmeer geben.
Eine der Studien erschien in der Fachzeitschrift Nature und stammt von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Das Filchner-Ronne-Schelfeis im antarktischen Weddellmeer wird noch in diesem Jahrhundert rapide zu schmelzen beginnen und als Barriere für nachrutschendes Inlandeis wegfallen
, schreibt das AWI in seiner Pressemitteilung vom 9. Mai.

Den Wissenschaftlern zufolge steigt über dem südöstlichen Weddellmeer die Lufttemperatur. Damit würde eine Kettenreaktion in Gang gesetzt. Schon in den nächsten Jahrzehnten könnte das Schelfeis durch die Erwärmung dünner, brüchiger und mobiler werden. Damit würden sich die Strömungsverhältnisse verändern, warmes Wasser würde unter das Schelfeis gelangen und es dort zum Schmelzen bringen.
Derzeit schmelze das Filchner-Ronne-Schelfeis an seiner Sohle auf dem Meeresboden um etwa fünf Meter pro Jahr, heißt es in der Studie. Zur nächsten Jahrhundertwende erwarten die Forscher Schmelzraten von bis zu 50 Metern im Jahr. Damit schmilzt eine wichtige Barriere für das Inlandeis. Das Schelfeis ist eine große, auf dem Meer schwimmende Eisplatte, die mit einem Gletscher an Land verbunden ist. Es bremst das Fließen des Inlandgletschers. Fällt das Schelfeis als Bremse weg, so setzt sich das dahinterliegende Eis in Bewegung und fließt ins Meer. Der Meeresspiegel steigt.
Auf eine solche Entwicklung weist auch die zweite Studie hin. Sie stammt von Wissenschaftlern der Universität Edinburgh und erschien in der Zeitschrift Nature Geoscience. Die Forscher haben die Eisdecke des Weddellmeeres per Radio Echo Sounding (RES) analysiert. Sie fanden ein großes, steil abfallendes Becken mit glattem Grund. Es würde einem Eisrutsch wenig entgegensetzen.

Die Warnungen der Bremerhavener Klimaforscher sind alarmierend. Bisher galt die Region um das Filchner-Ronne-Schelf als eher stabil. Und bisher haben sich die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts mit Alarmmeldungen sehr zurückgehalten
, sagt der Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Die Aussagen der Klima-Modellrechnungen haben eine neue Qualität, die nicht länger von der Politik ignoriert werden darf. Wenn das Eis der Gletscher immer wieder vom Festland nachrutscht, kann das zu einer dramatischen Erhöhung des Meeresspiegels von vier Zentimetern pro Jahrzehnt und mehr führen.
Weitere Fotos und Grafiken finden Sie auf der Website des Alfred-Wegener-Instituts.