
Die Floskel von der nachhaltigen Biosprit-Produktion wird auch durch ständige Wiederholungen von Pflanzenölindustrie, Politik und Agrarlobby nicht richtiger
, stellt Greenpeace-Agrarexperte Alexander Hissting klar. Fakt bleibt, dass für die Beimischungsquote Millionen Hektar Urwald in Südostasien und Südamerika abgeholzt werden.
Eine großflächige Produktion von Agrartreibstoffen nach ökologischen und sozialen Standards sei derzeit nicht möglich, sagt Hissting. Ein Land wie Brasilien ist momentan nicht in der Lage, Gesetze zum Schutz des Urwaldes durchzusetzen oder zu überwachen, da ihnen die personellen und finanziellen Möglichkeiten fehlen.
Wenn Minister Gabriel als Präsident des bevorstehenden UN-Gipfels für die biologische Vielfalt in Bonn nicht als Kahlschlagminister gebrandmarkt werden will, muss die deutsche Agrosprit-Beimischung vom Tisch. Hissting: Klimaschutz fängt mit Urwaldschutz und sparsameren Autos an.