
Das Wilkins-Eisschelf ist Teil der antarkischen Halbinsel und liegt zwischen den Inseln Alexander-Island, Rothschild-Island, Latady-Island und Charcot-Island. Bis in die Neunzigerjahre war das Eisschelf stabil, doch dann stellten Forscher fest, dass es anfing, zu zerfallen.
Seit 2008 können die Forscher förmlich zusehen, wie riesige Teile des Eisschildes abbrechen, zerfallen und immer neue Risse entstehen. Heute existiert nur eine schmale Eisbrücke von etwa 500 Metern Breite zu einer der westlichen Inseln.
Wenn es zum Abbruch der schmalen Eisbrücke kommen sollte, werden sich mit ihr zahlreiche Eisberge lösen. Wieweit sie abdriften und welche Folgen das hat, darüber lässt sich bislang nur spekulieren.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Zerfall des Wilkins-Eisschelfs mit der Klimaerwärmung zusammenhängt. In den vergangen 50 Jahren wurde in der Antarktis ein Temperaturanstieg von 2,5 Grad Celsius gemessen.