Urwaldschutz ist Klimaschutz
Urwälder sind die Lebensgrundlage unseres Planeten: Sie regulieren unser Klima, mildern extreme Klimaverhältnisse wie Hitze, Frost, Trockenheit und Stürme. Sie produzieren Sauerstoff, reinigen Luft, Wasser und verhindern Bodenerosion. Vor allem speichern Wälder fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs. Bei Holzeinschlag oder Brandrodung wird dieser als klimaschädliches CO2 wieder freigesetzt.
Ein Fünftel aller freigesetzten Treibhausgase entsteht durch die Zerstörung der letzten Urwälder. Urwaldländer wie Indonesien oder Brasilien gehören dadurch zu den weltweit größten CO2-Emittenten. Um die Erderwärmung zu stoppen, muss die Zerstörung der letzten Urwälder verhindert werden. Schütze den Urwald, dann schützt er dich.
Online-Bibliothek/Online Library CBD
CBD 2008
Der letzte Tag auf dem UN-Biodiversitätsgipfel (CBD) in Bonn ist angebrochen und die Richtung in die es gehen wird, ist abzuschätzen.
Erst vor einer Stunde hat Greenpeace mit einigen anderen internationalen NGOs eine Pressekonferenz zu den noch laufenden Verhandlungen gegeben. Das Votum war klar: Wenn es so weiter geht, wird die UN ihr Ziel, eine Trendwende bis 2010 zu schaffen, nicht erreichen.
Es ist schwer, ihn überhaupt in die Finger zu bekommen: Paulo Adario ist Koordinator der Greenpeace Amazonas-Kampagne. Schon seit Jahren setzt er sich für den Schutz seines Regenwaldes ein und auch hier auf der CBD ist er nicht zu stoppen. Doch endlich hat er ein paar Minuten Zeit ...
Schon der kurzer Blick auf eine Weltkarte zeigt: Kanada, Japan, Brasilien und Australien könnten kaum weiter von einander entfernt liegen. Schaut man jedoch in diesen Tagen nach Bonn, wo sich die Vereinten Nationen auf der Konferenz für Biologische Vielfalt (CBD) treffen, sieht das anders aus. Denn eines haben diese Länder gemeinsam: die Nominierung für den Golden Chainsaw Award.
Öffentliche Tropenholzrecherche
14.05.2008
Die großen Urwälder unserer Erde sind bereits zu 80 Prozent zerstört! Dazu trägt auch unser Konsum von Urwaldholz in Deutschland bei. Deutschland hat im Jahr 2006 rund 420.000 Kubikmeter tropisches Holz importiert. Meist landet es in Parkett, Gartenmöbeln, Bauholz, Sperrholzplatten, Fenstern und Türen. Ein Fünftel aller freigesetzten Treibhausgase stammen aus der Zerstörung und Degradierung der letzten Urwälder. Es ist dringend notwendig, die noch verbliebenen Urwälder zu schützen. Denn Urwaldschutz ist Klimaschutz!
Palmöl zerstört Urwald und Klima
Klimawandel und anderes ...
Der Klimawandel und der rapide Verlust unserer biologischen Lebensgrundlagen sind die beiden größten umweltpolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Rund 20 Prozent der Treibhausgase entstehen durch Abholzung und Brandrodung der Wälder, zumeist für den Plantagenanbau. Experten wie das Potsdamer Institut für Klimaforschung und der Weltbank-Ökonom Sir Nicolas Stern weisen darauf hin, dass Urwaldschutz eines der effizientesten und günstigsten Methoden sein könnte, um den Klimawandel zu bremsen. Greenpeace fordert die Deutsche Bundesregierung auf, zwei Milliarden Euro jährlich in den Urwald- und damit Klimaschutz zu investieren.
Fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs ist in den letzen Urwäldern der Erde gespeichert.[1] Durch Abholzung und Brandrodung der Wälder werden mehr Treibhausgase ausgestoßen, als durch den Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr zusammen.
Für den Greenpeace-Report zeigt der britische Wissenschaftler Pete Smith die aktuellen Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Produktion und dem Anstieg der Treibhausgase (THG) in der Atmosphäre auf. [1] Smith, der in Aberdeen lehrt, war zudem der federführende Landwirtschafts-Autor für den 3. Teil des IPCC-Reports von 2007. [2] Für Greenpeace liefert er detaillierte Fakten über die Menge der Treibhausgase (THG: Methan, Lachgas und CO2 ), die landwirtschaftlich genutzte Böden und Nutztiere abgeben.