
Hunger ist vor allem ein Verteilungsproblem. Ohne Bekämpfung der Armut und eine gerechtere Verteilung des Landes erhält die arme Bevölkerung keinen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln. Auch die Nutzung von Saatgut darf nicht durch Gen-Patente behindert werden. Den Ländern des Südens muss bei der Entwicklung von Märkten und beim Aufbau einer Infrastruktur für Nahrungsmitteltransport und -lagerung geholfen werden.
Die Erzeugung gesunder Nahrungsmittel für alle ist langfristig nur möglich, wenn die biologische Vielfalt, die Bodenfruchtbarkeit, natürliche Kreisläufe und Wasserreserven geschützt und erhalten werden. Pestizide, welche die biologische Vielfalt und die menschliche Gesundheit gefährden, gehören nicht auf den Acker.
Gentechnische Verschmutzung bedroht das ökologischen Gleichgewicht. Die Pflanzen aus dem Genlabor können andere Pflanzen verdrängen, sich auskreuzen oder nützliche Tiere gefährden. Einmal in die Umwelt freigesetzt, sind sie nicht wieder rückholbar.
Da eine Erforschung des Ackers als ökologisches System, das ohne Chemie und Gentechnik produktiv ist, nicht im Interesse der Industrie ist, muss die öffentliche Forschung auf diesem Gebiet dringend ausgebaut werden.
Die Bauern rund um den Globus haben ein enormes Wissen über naturnahe Landwirtschaft. Dies Wissen gilt es zu nutzen und durch einen globalen Ideenaustausch zwischen Wissenschaftlern und Bauern für die Herausforderungen der Zukunft auszubauen.
Eine naturnahe Landwirtschaft hat nur eine Chance, wenn die wahren Kosten des Landbaus in die Preise einfließen: Der Verbrauch und die Zerstörung von natürlichen Ressourcen müssen bestraft, deren Schutz und deren Aufbau hingegen belohnt werden.
Nur wenn Konsumenten die Pflege der natürlichen Ressourcen durch den Kauf von ökologischen Lebensmitteln honorieren und zudem Waren aus fairem Handel kaufen, kann die Wende auf dem Acker gelingen. Naturnah wirtschaftende Bauern müssen sich dafür mehr daran orientieren, welche Produkte die Verbraucher wünschen.
Unterstützen Sie uns beim Einsatz für eine Vielfalt von Landwirtschaft und Natur Monokulturen, großflächiger Einsatz von Pestiziden, zerstörte Artenvielfalt und genmanipulierte Pflanzen: Industrielle Landwirtschaft produziert dauerhaft mehr Probleme als Lösungen. Deshalb unterstützt Greenpeace die Interessen der wahren Helden der Welternährung - die Bauern und Agrarpioniere in den Entwicklungsländern. Helfen Sie uns dabei!
V.i.S.d.P. Ulrike Brendel