Die Supermärkte richten sich längst nach den Wünschen der Verbraucher und halten ihre Regale frei von Gen-Food
, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. Egal ob Pommes Frites, Steak oder Gemüse, Gastwirte sollten bei der Zubereitung ihrer Gerichte auf Gen-Öl von 'Sedina' oder anderer Anbieter verzichten.
Im Team50plus engagieren sich deutschlandweit Menschen ab 50 Jahren für den Schutz von Umwelt und Verbrauchern. Mit den Restaurantbesuchen in Hamburg beginnt das Team eine deutschlandweite Tour gegen Gentechnik. Die geGENtour 2005 führt die acht Team50plus Aktivisten neun Tage lang von Hamburg bis an die Alpen. Dabei informieren und protestieren die Senioren nicht nur in Restaurants, sondern auch in Supermärkten und Molkereien. In den Gaststätten sollen die Besitzer auch auf die gesetzlichen Bestimmungen zur Kennzeichnung genmanipulierter Lebensmittel aufmerksam gemacht werden. Danach müssen Restaurants bei der Verwendung genmanipulierter Zutaten dies auf der Speisekarte vermerken. Fehlt der Hinweis, machen sich die Wirte strafbar. Es droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.
Anstatt in neue Speisekarten zu investieren, sollten Restaurants lieber auf die Verwendung genmanipulierter Zutaten verzichten. Dies ist kein Problem. Selbst 'Sedina' gibt es auch als gentechnikfreies Speiseöl
, erklärt Brendel.
Greenpeace ist gegen den Anbau genmanipulierter Pflanzen. Bereits heute sind die ökologischen Schäden durch den Anbau von Gen-Soja weltweit sichtbar. Laut einer Studie des US-Agrarwissenschaftlers Professor Charles Benbrook mussten 2004 in den USA auf Feldern mit Gen-Soja 42 Prozent mehr Pflanzenvernichtungsmittel gespritzt werden als auf Feldern mit konventioneller Soja. Auf den Gen-Soja-Feldern in Argentinien rufen die massiven Giftduschen bei den Arbeitern Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge und Augenreizungen hervor. Zudem belastet der erhöhte Spritzmitteleinsatz Böden und Gewässer.