Mit der Rückkehr des Gen-Mais und seiner Entladung in Veracruz wird das Cartagena-Protokoll zur biologischen Sicherheit verletzt. Auch Mexiko hat das erst am 11. September in Kraft getretene Protokoll ratifiziert. Greenpeace klagt deshalb sechs hochrangige Vertreter der mexikanischen Regierung vor Gericht an - darunter der Landwirtschaftsminister, der Wirtschaftsminister, der Gesundheitsminister und der Umweltminister.
Die Rückkehr der Ikan Altamira nach Mexiko zeigt, dass die mexikanische Regierung das Biosafety-Protokoll nicht in die Praxis umsetzen will. Dieses Verhalten ist hochgradig verantwortungslos und provoziert die Kontamination mexikanischen Maises mit Gentechnik
, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace Deutschland. Es ist unverantwortlich, Mexikos Maisvielfalt und eines der weltweit wichtigsten Nahrungsmittel der Verschmutzung durch Gen-Mais preiszugeben. Dabei geht es nicht nur um die Umwelt, sondern auch um die Kultur und die Lebensgrundlage der mexikanischen Bauern.