
Mit der Eigenmarke Ein gutes Stück Heimat bietet Lidl nicht nur regionale sondern auch gentechnikfreie Milchprodukte an. Der Discounter verzichtet allerdings darauf, mit der Gentechnikfreiheit zu werben. Dabei verlangt Lidl von den Bauern nicht nur, auf Gentechnik im Futter zu verzichten. Es müssen auch alle Zukäufe von Futtermitteln lückenlos dokumentiert werden.
Ausgerechnet der Discounter Lidl setzt mit der Gentechnikfreiheit neue Maßstäbe. Als erster großer Lebensmittelhändler in Deutschland folgt Lidl dem Wunsch der Verbraucher, auf gentechnisch veränderte Pflanzen in der Lebensmittelherstellung zu verzichten
, kommentiert Alexander Hissting, Gentechnikexperte von Greenpeace.
Damit setzt sich in der Branche ein Trend fort. Einige Hersteller haben bereits mit der Umstellung ihrer Molkereiprodukte begonnen. So verzichtete 2008 mit Campina die erste große Molkerei in Deutschland für einen Teil ihrer Produkte auf Gen-Pflanzen in der Tierfütterung. Nun müssen auch Aldi, Edeka und REWE ihre Zurückhaltung aufgeben und bei ihren Eigenmarken ebenfalls auf eine gentechnikfreie Tierfütterung setzen
, fordert Hissting.
Ab nächstem Jahr plant Lidl eine Ausweitung des Sortiments aus regionaler Herstellung um weitere Lebensmittel. Zusätzlich soll das Angebot dann bundesweit eingeführt werden. Seit Beginn dieses Jahres haben auch die Milchwerke Berchtesgadener Land auf gentechnikfreie Tierfütterung umgestellt. An dieser Umstellung sind 1.850 Landwirte beteiligt. Und auch die Allgäuland-Käsereien bieten seit Januar 2010 mit der Frischmilch-Marke Bergbauern gentechnikfreie Produkte an.