Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner darf dem Anbau der umstrittenen Gen-Kartoffel nicht zusehen, sondern soll ihn untersagen. Die Kartoffel ist unzureichend auf ihre Sicherheit geprüft und daher riskant. Ministerin Aigner weiß auch, dass es längst sichere und bessere Kartoffelsorten für die Herstellung von Stärke gibt, die ganz ohne Gentechnik gezüchtet wurden und ebenso für die Stärkeproduktion geeignet sind. Diese hat Greenpeace vor wenigen Tagen genau dort gepflanzt, wo heute der Anbau der Amflora stattfindet. Die Bundesregierung unterstützt ein überholtes Produkt, statt Menschen und Umwelt vor den Risiken zu schützen. Dabei ignoriert sie auch noch ein Gutachten, nach dem die Zulassung der Kartoffel gegen EU-Recht verstößt. Wer politische Verantwortung trägt, darf in dieser Frage nicht teilnahmslos bleiben.
Österreich bereitet dagegen ein Anbauverbot vor, andere EU-Länder planen entsprechende Schritte. Auch die Bundesregierung muss den weiteren Anbau untersagen. Das entspräche den Interessen der Wirtschaft, denn die größten deutschen Stärkeverarbeiter haben bereits erklärt, die Gen-Kartoffel nicht verwenden zu wollen.
Wer gegen Gen-Pflanzen protestieren will, ist hier richtig.