Grund genug aktiv zu werden: Die Aktivisten kennzeichneten das Schiff Saturn V in großen Buchstaben mit Genmanipuliert
und nahmen Proben der Soja. Die Aktion war dabei nur der Auftakt zu einer Tour durch Brasilien, die unter dem Motto Brasilien: Besser ohne Gen-Saat
steht.
Auch das Greenpeace Schiff Arctic Sunrise ist zur Unterstützung vor Ort. Ziel der Kampagne ist es, die Rechte der Verbraucher auf klare Kennzeichnung von Gen-Produkten zu verteidigen und über die Gefahren der Gen-Soja aufzuklären.
"erbraucher auf der ganzen Welt lehnen Gen-Nahrung ab und wir rufen dazu auf, diese Opposition anzuerkennen"
so Greenpeace Gentechnik-Expertin Mariana Paoli. Brasilien wäre ohne Gen-Food besser dran. Aber nun, da wir Gen-Soja in Brasilien haben, muss sichergestellt werden, dass durch eine klare Kennzeichnung die Ablehnung dieser Produkte möglich ist.
Noch bis letztes Jahr war der kommerzielle Anbau von Gen-Soja in ganz Brasilien illegal. Doch schon damals pflanzten Farmer geschmuggeltes Gen-Saatgut aus Argentinien an, die so genannten Roundup-Ready-Soja der Firma Monsanto. Dem Druck des Großkonzerns hat die Regierung nun nachgegeben und den Anbau offiziell erlaubt - allerdings nur in den Regionen, in denen bereits vorher illegal Gen-Soja wuchs. Bundesstaaten im Norden des Landes wollen weiterhin die Gen-Saatgut verbieten.